Was tun bei „Augeninfarkt“?
Wie das Herz kann auch das Auge einen Infarkt erleiden. Die Ursache ist in beiden Fällen gleich: Verengte Gefäße verringern den Blutfluss, es kommt zu Ablagerungen und Blutgerinnseln. Besonders gefährdet sind Diabetiker, doch auch Erkrankungen wie Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Fettstoffwechselstörungen oder Fettleibigkeit können zum Augeninfarkt führen.
Fachsprachlich Apoplexia papillae, bezeichnet man damit einen akuten Verschluss der Blutgefäße, die zum Sehnerv führen. Von einem Moment zum anderen sehen Betroffene auf einem Auge nichts mehr oder nur noch sehr schlecht. „Eine solche Situation ist ein klinischer Notfall und erfordert rasches Handeln“, erklärt Dr. Peter Hoffmann von der Augenklinik Castrop-Rauxel. Patienten sollten daher sofort einen Augenarzt aufsuchen, denn sonst droht ein dauerhafter Verlust des Sehvermögens. Augeninfarkt ist das Schwerpunktthema des diesjährigen klinischen Nachmittags der Augenklinik Castrop-Rauxel. Die anerkannte Düsseldorfer Augenärztin Prof. Dr. Renate Unsöld erläutert, welche ärztlichen Akutmaßnahmen zu ergreifen sind und wie damit die Gefahr von bleibenden Augenschäden vermindert werden kann. Ergänzend dazu berichtet wie Herz- und Gefäßkrankheiten vorgebeugt werden kann.
Jedes Jahr im Februar veranstaltet die Augenklinik den klinischen Nachmittag. Vor dem anwesenden Fachpublikum halten Experten zu wechselnden Themen Vorträge über neueste Erkenntnisse aus der medizinischen Forschung und klinischen Praxis. „Mit dem klinischen Nachmittag unterstreichen wir unseren Anspruch auf fachliche Expertise und stärken das Profil des östlichen Ruhrgebiets als Top-Medizinstandort“, so Dr. Hoffmann. Neben den Vorträgen Prof. Dr. Unsölds und Dr. Beckers stehen Beiträge von Dr. Andrea Zimmermann zu OCT-Maculabefunden sowie von Dr. Hoffmann selbst, der über Fortschritte bei Intraokularlinsen informiert, auf dem Programm. Die Fachveranstaltung für Ärzte findet am 24. Februar 2010 zum zehnten Mal statt. Die ein Mal jährlich stattfindende Tagung hat sich mittlerweile zu einer angesehenen Fortbildungsveranstaltung für Augenmediziner entwickelt.
Die Augen- und Laserklinik Castrop-Rauxel gehört zu den größten ambulanten Augenkliniken Deutschlands. Allein der Graue Star wird hier über 4.000 mal pro Jahr operiert. Darüber hinaus behandelt die Klinik jede Art von Fehlsichtigkeit. Alle gängigen Verfahren der Hornhaut- und Linsenchirurgie wie LASIK, Artisan-Linsen oder ICL werden hier seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt. Neben den Operationen gehören auch Laser-Therapie, Akupunktur und eine Sehschule, vor allem zur Behandlung von Sehfehlern bei Kindern, zum Behandlungsspektrum der Klinik.
